Projekt Beschreibung
Bei einem Fest in Zappendorf soll das Kunstwerk zum ersten Mal leuchten
Den Schwibbogen gibt es auch in einer kleinen Version

Freitag, 28. November 2025
Feuerwehr baut XXL-Schwibbogen
Bei einem Fest in Zappendorf soll das Kunstwerk zum ersten Mal leuchten. Wie die besonderen Motive entstanden sind – und wie man sich eine kleine Version des Lichterbogens auch mit nach Hause nehmen kann.
MZ- Beitrag von Luisa König
Normalerweise sorgt die Freiwillige Feuerwehr in Zappendorf dafür, dass es nicht brennt – diesmal bringt sie selbst etwas zum Strahlen: einen 3,20 Meter breiten und 2,50 Meter hohen XXL-Schwibbogen. Am Straßenrand in der Nähe des Gerätehauses erhebt sich das imposante Kunstwerk, das am Samstag zum ersten Mal leuchten wird. Und weil der Riese nicht allein bleiben soll, haben die Feuerwehrleute gleich noch für mehrere Miniaturvarianten gesorgt.

Die Idee entstand aus einer Not heraus. „Wir haben immer im Januar unser Winterfeuer veranstaltet“, sagt Alexander Rühl, Vorstandsmitglied des Feuerwehrvereins. Doch nach den Feiertagen blieb der Ansturm aus. „Wir haben überlegt, wie wir die Leute zu uns bekommen.“ Eine Idee war es, den Termin vorzuziehen und das Einleuchten in die Weihnachtszeit zu feiern. Passend dazu wollte die Feuerwehr die Laternen in der Straße der Freundschaft mit leuchtenden Tannenbäumen und Sternen versehen. Doch damit nicht genug. „Unser Ortsbürgermeister hat gefragt, ob wir nicht noch einen draufsetzen können“, erzählt Rühl. Dann kam der Schwibbogen ins Spiel.
Schon aus Schochwitz kannte Rühl einen großen Schwibbogen, doch ihm war klar, dass der in Zappendorf noch größer werden soll. „Und natürlich mit eigenem, regionalen Motiv.“ Nachdem der Feuerwehrverein zugestimmt hat, hat sich Ortsbürgermeister Maik Rose um die Zustimmung des Ortschaftsrates gekümmert. Nötig gewesen wäre sie nicht, doch Rose wollte Teile des Geldes nutzen, das die Gemeinde den Ortschaften zur Verfügung stellt, um die Feuerwehr zu unterstützen. „Gleichzeitig sind wir auf Spendensuche gegangen“, sagt Rose. Und das mit Erfolg.
Neben privaten Unterstützern haben sich auch die Saalesparkasse und die Volksbank am Projekt beteiligt. „So konnte ein Großteil der Finanzierung gesichert werden“, erklärt der Ortsbürgermeister. Für den Schwibbogen und die begleitende Straßenbeleuchtung fielen rund 7.000 Euro Gesamtkosten an.
Den künstlerischen Part übernahm der ortsansässige Künstler Till Brömme. Auf dem Schwibbogen sind alle drei Ortsteile mit ihren charakteristischen Motiven verewigt: die Kirche in Müllerdorf, die Betsäule, die alte Wassermühle in Zappendorf, die Kirche in Köllme sowie die Muschelkalkberge im Hintergrund. Um die filigranen Motive auf die riesige Metallscheibe zu übertragen, wandte sich Rühl an seinen ehemaligen Ausbildungsleiter Helmut Kleine. „Nach seinem Ruhestand hat er eine eigene Schlosserwerkstatt eingerichtet“, erklärt der Feuerwehrmann. Mit einer Fräse gravierte Kleine die Motive in das Metall. Rund 70 Stunden dauerte der gesamte Prozess, bis der XXL-Schwibbogen schließlich fertig war.
„Mit einem Anhänger und vier Helfern haben wir ihn aufgestellt – das war eine ziemlich knappe Angelegenheit“, erinnert sich Rose. Das Kunstwerk wiegt etwa 180 Kilogramm. Öffentlich eingeweiht und erstmals beleuchtet wird es am Samstag ab 16 Uhr, gemeinsam mit den Lichtern an den Straßenlaternen.
Dann lädt die Feuerwehr alle Besucherinnen und Besucher zum Verweilen und Staunen ein. Bis Januar werden die Lichter regelmäßig in der Dunkelheit leuchten, danach wird alles sorgfältig verstaut. „Und im nächsten Jahr können sich alle wieder freuen, wenn der Schwibbogen erneut aufgestellt wird“, so Rose.
Auch wenn der XXL-Schwibbogen ein Unikat bleibt, hat sich der Zappendorfer Bürgerverein überlegt, eine kleinere Version des regionalen Schmuckstücks anzubieten. „Die kleinen Schwibbögen werden auf Anfrage in der halleschen Behindertenwerkstatt gefertigt und können beim Heimatverein für 199 Euro erworben werden“, sagt Rose. Der Gewinn fließt direkt in neue Projekte für die Ortschaft.
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